Eine Vorbereitung auf den Termin mit Ihrem Arzt kann sinnvoll sein

Sie waren beim Arzt und haben die Ihnen besonders wichtige Frage erst am Ende des Gesprächs gestellt, als keine Zeit mehr für eine ausführliche Antwort war. Oder Sie haben sie sogar ganz vergessen? Hier finden Sie einige Tipps wie Sie dies vermeiden können.

Umfassend über eine Erkrankung informiert zu sein, trägt in der Regel dazu bei mit dieser besser umgehen zu können. Falls Sie Fragen zu Ihrer ITP-Erkrankung oder zur Behandlung haben, ist Ihr Arzt der beste Ansprechpartner. Insbesondere wenn eine Entscheidung über die Therapie ansteht, sollten keine Unklarheiten bestehen. Doch nicht immer hat man im Gespräch mit dem Arzt oder dem Praxispersonal seine Fragen sofort parat. Um zu vermeiden, dass Sie nach dem Arzttermin ohne Antworten auf Ihre Fragen wieder nach Hause gehen, sollten Sie sich auf das Gespräch vorbereiten.

So kann Ihre Vorbereitung auf den Arzttermin aussehen

Auch wenn bei Ihnen die Diagnose ITP bereits gestellt wurde: es ist auf jeden Fall sinnvoll, dass Sie sich vor Ihrem Arztterminen einen umfassenden Überblick über Ihre Erkrankung (oder Ihres Kindes) verschaffen. Das gilt auch hinsichtlich der Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Sollten Sie also bei Ihrem letzten Arztbesuch Informationsmaterial zu ITP bekommen haben, dann nehmen Sie sich Zeit dieses anzusehen.

Im Internet können Sie ebenfalls Informationen finden: Suchen Sie nach vertrauenswürdigen Webseiten beispielsweise von Patientenorganisationen oder Universitäten.

Wenn Sie im Rahmen Ihrer Wissensvertiefung zum Thema ITP etwas nicht verstehen – oder Fragen auftauchen – dann notieren Sie sich diese Dinge gleich für den nächsten Arzttermin. Sie können hierzu eine Art Patiententagebuch anlegen, in dem Sie neben Ihren Fragen auch die Symptome Ihrer Erkrankung und Nebenwirkungen der aktuellen Behandlung aufschreiben. Sollten Sie von anderen Ärzten Befunde oder Laborwerte erhalten haben, dann notieren Sie diese und/oder bringen sie beim nächsten Arztbesuch ebenfalls mit. Vielleicht legen Sie sich hierfür eine spezielle Mappe zu, in der Sie alle Unterlagen sammeln?

Sie sollten außerdem alle Medikamente, die Sie zur Zeit einnehmen, genau notieren oder zum Termin mitbringen – auch die Medikamente, die Sie rezeptfrei in der Apotheke gekauft haben. Falls Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, sollten Sie auch diese auflisten.

Auf jeden Fall ist es hilfreich, wenn Sie Ihre offenen Fragen rechtzeitig vor dem nächsten Arzttermin in einer Liste zusammentragen und sich dabei überlegen: „Was möchte ich wissen und welche Informationen brauche ich zusätzlich?“

Darauf sollten Sie während des Gesprächs mit Ihrem Arzt achten

Voraussetzung für ein gutes Gespräch mit dem Arzt bzw. dem Praxisteam sind gegenseitiges Vertrauen und Offenheit. Falls Sie unsicher sind, ob sie wirklich alle Informationen verstehen, können Sie sich von einem Familienmitglied oder einer Vertrauensperson zu dem Termin begleiten lassen.

Ganz wichtig: Es gibt keine dummen oder überflüssigen Fragen. Schließlich geht es um Ihre eigenen Interessen, deshalb sollten Sie alles offen und ehrlich besprechen. Der Arzt bzw. das Praxisteam sollte detailliert erfahren, wie es Ihnen (oder Ihrem Kind) geht und wie die Behandlung anspricht.

Am besten halten Sie sich im Gespräch an Ihre vorbereitete Liste und stellen Sie Ihre Fragen der Reihe nach. Schreiben Sie die Antworten auf oder lassen Sie die Begleitperson wichtige Punkte mitschreiben. Die wichtigsten Fragen sollten Sie zuerst stellen, damit ausreichend Zeit für die Antworten zur Verfügung steht. Versuchen Sie die Antworten des Arztes oder des Praxisteams mit eigenen Worten zusammenzufassen. Dann merken alle Beteiligten gleich, ob und was unklar geblieben ist. Scheuen Sie sich in diesem Fall nicht, noch einmal nachzufragen.

Einige Beispiele, wie Sie Ihre Zusammenfassung einleiten können:

  • Habe ich Sie richtig verstanden, dass....
  • Das bedeutet für mich also......
  • Stimmt es, dass....
  • Zusammengefasst heißt das....

Sie können Ihren Arzt darum bitten, wichtige Aspekte wie beispielsweise die Dosierung von Medikamenten, die nächsten erforderlichen Maßnahmen oder einen Behandlungsplan für Sie aufzuschreiben oder auszudrucken. Bitten Sie gegebenenfalls um eine Kopie von Befunden, z. B. Laborberichten.

Wenn Sie zuhause nochmal in Ruhe etwas nachlesen oder sich weiter informieren möchten, dann sollten Sie außerdem um weiteres Informationsmaterial, Ansprechpartner bzw. Adressen von Selbsthilfegruppen bitten. Es kann auch sinnvoll sein zu fragen, ob Sie sich – falls notwendig – zwischen den Terminen an jemanden wenden können.

Tipps: Nach dem Arztgespräch

  • Sehen Sie sich Ihre Gesprächsnotizen an. Falls etwas unklar geblieben ist, dann fragen Sie zeitnah, ggfs. beim nächsten Termin erneut nach.
  • Lesen Sie die Broschüren und Informationsmaterialien, die Sie erhalten haben.
  • Nutzen Sie eventuell empfohlene Internetseiten.
  • Notieren Sie weiterhin alle Symptome und Nebenwirkungen, die bei Ihnen (bei Ihrem Kind) auftreten, und teilen Sie diese Ihrem Arzt mit.
  • Denken Sie daran: Nur Fragen, die gestellt werden, können beantwortet werden. Nur Probleme, von denen der Arzt weiß, kann er zusammen mit Ihnen lösen.

Laden Sie sich hier die Broschüre „Machen Sie das Beste aus Ihrem Arztbesuch“ kostenfrei herunter.

Autor: Dr. Ruth Wissler

Quellen:
[1] Tipps für das Arztgespräch. Patientenuniversität Medizinische Hochschule Hannover http://www.patienten-universitaet.de/node/38 (zuletzt besucht am 15.05.2017).

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