Kinderwunsch und Schwangerschaft mit Immunthrombozytopenie (ITP)

Eine Schwangerschaft ist schon für gesunde Frauen eine ganz besondere Zeit. Für Patientinnen mit Immunthrombozytopenie (ITP) stellen sich viele Fragen rund um das Wohlergehen von Mutter und Kind.

Kinderwunsch wirft für Patientinnen mit Immunthrombozytopenie (ITP) eine Reihe von Fragen auf. Kann die Erkrankung sich während der Schwangerschaft negativ auf mich und mein Kind auswirken? Was gibt es zu beachten, was kann ich selbst tun? Ist ITP vererbbar?

Regelmäßige Kontrollen sind wichtig

Zwar hat jede Patientin einen individuellen Krankheitsverlauf, dennoch fallen die Thrombozytenwerte in der Schwangerschaft regelmäßig etwas ab. Solange die Thrombozytenzahl über 50.000/µl liegt, sind schwerwiegende Blutungen sehr selten.1

Im Verlauf der Schwangerschaft sollten die Thrombozytenwerte deshalb immer wieder kontrolliert werden. So kann der Hämatologe – bestenfalls in Absprache mit dem Frauenarzt – entscheiden, wann eine Behandlung bzw. eine Anpassung der bestehenden Therapie erforderlich ist. Hierbei spielen z. B. auch andere Begleiterkrankungen und die geplante Art der Entbindung (vaginal oder Kaiserschnitt) eine Rolle. Auch bei der Schmerzmedikation während der Entbindung ist es wichtig, dass die behandelnden Ärzte über die ITP-Erkrankung Bescheid wissen.1,2

Wann kann eine Behandlung der ITP nötig werden?

Eine Behandlung der ITP in der Schwangerschaft kann notwendig werden, wenn Blutungen auftreten oder Eingriffe wie z. B. ein Kaiserschnitt oder eine Rückenmarksnarkose erforderlich werden. Scheuen Sie sich nicht, alle Fragen bei Ihrem Frauenarzt und Ihrem Onkologen zu stellen, die sie geklärt haben wollen. 

Entbindung so gut wie möglich planen

Früher wurde bei ITP häufig zum Kaiserschnitt geraten. Wichtig für eine Entscheidung sind im Einzelfall die Thrombozytenwerte und ob z. B. bei früheren Geburten bereits Blutungen aufgetreten sind.1,2

Nach der Geburt

Das Wichtigste zuerst: ITP ist nicht vererbbar. Es ist jedoch möglich, dass Antikörper aus dem Blut der Mutter in das Blut des Kindes übergehen, sodass auch das Neugeborene niedrige Thrombozytenwerte haben kann. In den allermeisten Fällen brauchen diese niedrigen Werte nur überwacht, aber nicht behandelt werden. Was das Stillen angeht, gibt es grundsätzlich keinen Grund, der dagegen spräche.2

Auch hier gilt: Scheuen Sie sich nicht, mit allen Fragen und Bedenken auf die behandelnden Ärzte und/oder Hebammen zuzugehen.

Autor: Michaela Spaeth-Dierl

Quellen:
[1] Leitlinie Immunthrombozytopenie (ITP) https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/immunthrombozytopenie-itp/@@view/html/index.html (zuletzt besucht am 20.07.2017).
[2] Website der Selbsthiflegruppe Itp-information http://www.itp-information.de/itp-und-schwangerschaft.html (zuletzt besucht am 20.07.2017).

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