Welche Bedeutung hat die Ernährung bei ITP?

Eine ausgewogene Ernährung ist auch bei Immunthrombozytopenie (ITP) von Vorteil. Denn sie kann dazu beitragen, den Verlauf Ihrer Erkrankung positiv zu beeinflussen, und außerdem Ihr Wohlbefinden und Ihre Lebensqualität verbessern.

Schon für den griechischen Arzt Hippokrates war die Ernährung ein wichtiger Baustein der Gesundheit: Auch heute nimmt sie einen besonderen Stellenwert beim Thema Gesundheit ein.

Hippokrates (460-370 v. Chr.)

Vor allem Patienten, die mit der Diagnose einer chronischen Erkrankung wie der ITP konfrontiert sind, machen sich Gedanken über ihre bisherigen Ernährungsgewohnheiten. Viele hoffen, mit einer Ernährungsumstellung ihre Krankheit positiv beeinflussen zu können.

Allgemein anerkannt ist, dass gesunde Ernährung:

  • hilft, die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten vorzubeugen
  • das Wohlbefinden steigern und die Lebensqualität verbessern kann.

So hat sich die Ernährung im Hinblick auf einen gesundheitsförderlichen Lebensstil –– zu einem wichtigen Themen im Umgang mit einer ITP-Erkrankung entwickelt.1

Tipps für eine gesunde Ernährung1

Frisch, abwechslungsreich, unverarbeitet – das sind Hauptkriterien einer gesunden Ernährung; auch bei ITP. Man sollte idealerweise regionale Lebensmittel bevorzugen und diese rasch verbrauchen. Der Grund: Auch trotz optimaler Aufbewahrung nimmt der Vitamingehalt von Obst und Gemüse bei der Lagerung rasch ab.

Sie sollten außerdem möglichst ungespritztes Obst und Gemüse essen, da einige Pestizide und Unkrautvernichtungsmittel einen negativen Effekt auf Autoimmunerkrankungen und Thrombozytenwerte haben können.2 Wenn man auf fertige Nahrungsmittel zurückgreift, dann sollte man darauf achten, dass diese ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe hergestellt sind.

Besonders empfehlenswert: Grünes Blattgemüse1

Sie können möglicherweise Ihre Erkrankung positiv beeinflussen, indem Sie grüne Blattgemüse, wie beispielsweise Grünkohl, Wirsing, Mangold und Feldsalat sowie Algen verzehren. Denn diese haben einen hohen Gehalt an Kalzium und anderen Mineralien sowie Vitamin K, die bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielen.

Eisenquellen: Fleisch und Gemüse1

Eisenmangel ist für ITP-Patienten ein häufiges Problem, vor allem nach Blutungen. Neben Eisentabletten kann man aber auch über die Nahrung zusätzliches Eisen zufügen.

Und dass es dabei nicht immer Fleisch sein muss, zeigt diese Tabelle:

Um das pflanzliche Eisen besser aufnehmen zu können, benötigt der Körper eine Extraportion Vitamin-C!

„Problematische“ Lebensmittel bei ITP1

Es gibt einige Lebensmittel, die Sie meiden sollten. Hierzu zählt Alkohol, da sein Metabolit Acetaldehyd das Knochenmark schädigen kann.

Außerdem können bestimmte Lebensmittel die Blutgerinnung beeinflussen, wie z. B.:

  • Blaubeeren
  • rote Weintrauben/Saft
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Ingwer
  • Ginseng
  • Tomaten
  • Chinin-haltige Lebensmittel/Getränke (z. B. Tonic-Wasser, Bitter Lemon).

Darüber hinaus zeigen verschiedene Untersuchungen, dass sehr häufiger und hoher Konsum von Kuhmilchprodukten einige Autoimmunerkrankungen verschlimmern kann, so z. B. Multiple Sklerose oder Typ1-Diabetes.1

Generell gesund: Sich beim Essen Zeit lassen und ausreichend Wasser trinken1

Hastig hinuntergeschlungenes Essen ist ungesund, denn die Verdauung beginnt bekanntermaßen im Mund – gutes Kauen ist der erste Schritt im Verdauungsprozess. Daher gilt: lassen Sie sich beim Essen Zeit und nehmen Sie Ihre Mahlzeiten nicht zwischen Tür und Angel ein.

Vor allem im Sommer sollten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, am besten Wasser oder Kräutertees. Dies kann sich positiv auf Ihre Verdauung auswirken und soll den Körper dabei unterstützen, wasserlösliche Toxine aus den Geweben auszuscheiden.

Rezepte für eine gesunde Ernährung

Wir möchten Sie bei Ihrer gesunden Ernährung unterstützen: Hier können Sie sich drei einfache Rezepte zum Ausprobieren herunterladen.

 

Weitere Informationen zum Thema gesunde Ernährung finden Sie auch im Internet. So hat z. B. die deutsche Gesellschaft für Ernährung 10 Regeln für gesunde Ernährung zusammengestellt.

 

Autor: Dr. Ruth Wissler

Quellen:
[1] PDSA: Diet & Lifestyle Info. https://www.pdsa.org/products-a-publications/diet-a-lifestyle-info.html (zuletzt besucht am 20.07.2017).
[2] PDSA: Warnings. https://www.pdsa.org/about-itp/warnings.html (zuletzt besucht am 20.07.2017).

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