Ausgewogene und an die ITP angepasste Ernährung ist sinnvoll

Frisch, abwechslungsreich, unverarbeitet – das sind die Kennzeichen einer gesunden Ernährung. Idealerweise sollten ITP-Patienten vorwiegend regionale Lebensmittel in ihren Speiseplan aufnehmen. Auch bei optimaler Aufbewahrung verringert sich der Vitamingehalt von frischem Obst und Gemüse im Laufe der Lagerung, deshalb ist ein rascher Verzehr empfehlenswert. Bei längerer Lagerung, d. h. bei Reifungsprozessen, können in bestimmten Lebensmitteln, wie beispielsweise Käse und Salami, Histamine entstehen, die bei Histamin-empfindlichen Menschen zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen.
Obst und Gemüse sollten möglichst ungespritzt sein, da einige Pestizide oder Unkrautvernichtungsmittel scheinbar einen negativen Effekt auf Autoimmunerkrankungen und Thrombozytenwerte haben. Wenn fertige Nahrungsmittel auf den Tisch kommen, sollten sie ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe hergestellt sein.

Empfehlenswert für ITP-Patienten: Grünes Blattgemüse1

Für ITP-Patienten sind grüne Blattgemüse, wie beispielsweise Grünkohl, Wirsing, Mangold und Feldsalat sowie Algen, besonders empfehlenswert, da sie einen hohen Gehalt an Kalzium und anderen Mineralien sowie Vitamin K haben, die bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielen.

Vollkornprodukte sorgen für wichtige Nähr- und Ballaststoffe1

Vollkornprodukte stecken voller gesunder Inhaltsstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien, ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe. ITP-Patienten sollten generell Vollkornprodukte bevorzugen, d. h. Vollkorn-Nudeln, Vollkorn-Reis und Getreideprodukte aus Vollkorn verzehren und auf Lebensmittel aus Weißmehl oder geschältem Reis möglichst verzichten.

Einschränkung des Fleischkonsums auch bei ITP sinnvoll1

Auch ITP-Patienten sollten darauf achten, nicht übermäßig viel Fleisch zu essen. Falls Sorge um eine ausreichende Versorgung mit Proteinen besteht: Es gibt auch andere Eiweißlieferanten wie z. B. mageren weißen Fisch, Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte.
Um einem Eisenmangel vorzubeugen, der für ITP-Patienten ein Problem nach Blutungen sein kann, bieten neben Eisentabletten auch pflanzliche Nahrungsmittel eine zusätzliche Eisenzufuhr. Um das pflanzliche Eisen besser aufnehmen zu können, benötigt der Körper eine Extraportion Vitamin C.

Geringer Zuckerkonsum ist auch bei ITP vorteilhaft1

Wie gesunde Menschen auch, sollten ITP-Patienten auf einen geringen Verzehr von Zucker achten. Möglichst zu vermeiden sind insbesondere:

  • raffinierter Zucker sowie Fructose, Sirup, Honig und andere Süßungsmittel
  • zuckerhaltige Getränke sowie Obst und Obstsäfte.

Fett ist nicht gleich Fett: Gesunde Fette bevorzugen1

Als gesunde Fette gelten jene, die möglichst viel ungesättigte Fettsäuren enthalten, z. B. Fette von/in

  • kalt gepresstem Olivenöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl;
  • Avocados;
  • Nüssen und Mandeln;
  • fettem Seefisch (z. B. Lachs, Hering, Makrele).

Sogenannte Transfette, die besonders häufig in industriell produzierter Nahrung vorkommen, gehärtete Fette und raffinierte Öle sollten gemieden werden.

Auf Lebensmittel-Unverträglichkeiten und Allergien achten

Bei Unverträglichkeit von Milchprodukten sollten ITP-Patienten deren Verzehr reduzieren oder sie ganz vom Speisezettel verbannen. Hierzu zählen beispielsweise Milch, Käse, Joghurt und Milcheis.
Darüber hinaus zeigen verschiedene Untersuchungen, dass extensiver Konsum von Kuhmilchprodukten einige Autoimmunerkrankungen verschlechtern kann, wie z. B. Multiple Sklerose oder Typ1-Diabetes.2

ITP-Patienten mit einer Lebensmittelallergie sollten auf die betreffenden Nahrungsmittel verzichten. Falls bisher keine Allergie nachgewiesen wurde, der Patient aber vermutet, dass er auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagiert, sollte er einen Allergietest machen lassen.

„Problematische“ Lebensmittel bei ITP

Es gibt einige Lebensmittel, die ITP-Patienten meiden sollten. Hierzu zählt Alkohol, da sein Metabolit Acetaldehyd das Knochenmark schädigen kann.

Bestimmte Lebensmittel können die Blutgerinnung beeinflussen, wie z. B.:

  • Blaubeeren
  • rote Weintrauben/Saft
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Ingwer
  • Ginseng
  • Tomaten
  • Chinin-haltige Lebensmittel/Getränke (z. B. Tonic-Wasser, Bitter Lemon).

Generell gesund: ausreichend Wasser trinken und die Nahrung gut kauen

Bei ITP wird empfohlen, ausreichend Wasser zu trinken, das möglichst Zimmertemperatur hat oder wärmer ist. Gelegentlich ein Glas heißes Wasser zu trinken kann sich positiv auf die Verdauung auswirken und soll den Körper dabei unterstützen, wasserlösliche Toxine aus den Geweben auszuscheiden. Hingegen scheint (eis-)kaltes Wasser den Verdauungsprozess zu verlangsamen.

Hastig hinuntergeschlungenes Essen ist auch für ITP-Patienten ungesund, denn die Verdauung beginnt bekanntermaßen im Mund – gutes Kauen ist der erste Schritt im Verdauungsprozess. Daher gilt: sich beim Essen Zeit lassen und die Mahlzeiten nicht zwischen Tür und Angel einnehmen.

Quellen:
[1] Diet & Lifestyle Info. https://www.pdsa.org/products-a-publications/diet-a-lifestyle-info.html (zuletzt besucht am 16.05.2017).
[2] Campbell T. Autoimmune Disease: Genes, Infection, Environment & Gut. March 24, 2016 http://nutritionstudies.org/autoimmune-disease-genes-infection-environment-gut/ (zuletzt besucht am 16.05.2017).

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