Häufige Fragen der Patienten zur ITP

Zu den Aufgaben des Pflegepersonals gehört es, Fragen der Patienten zur Erkrankung zu beantworten: beispielsweise zu erklären, was eine ITP ist. Außerdem sollen Patienten und ihre Familien im Umgang mit den physiologischen und psychosozialen Folgen unterstützt werden. Die folgenden Fragen und Antworten können für diese Aufgabenstellung nützlich sein.

Häufige Fragen zur Erkrankung

Was ist eine ITP?

Die ITP ist eine Autoimmunerkrankung, die die Thrombozyten zerstört. Das Immunsystem produziert gegen die Thrombozyten Antikörper, die eine Zerstörung der Thrombozyten und Hemmung der Thrombozytenproduktion im Knochenmark zur Folge haben. Dies führt zu einem erhöhten Blutungsrisiko.

Was sind Thrombozyten?

Thrombozyten (Blutplättchen) sind die kleinsten Zellen des Blutes, die bei der Blutstillung eine zentrale Rolle spielen. Menschen mit erniedrigter Thrombozytenzahl haben ein erhöhtes Risiko für spontane Blutungen und/oder Hämatome.

Wer erkrankt an ITP?

Es gibt keinen typischen ITP-Patienten. ITP kann Menschen beiderlei Geschlechts und jeden Alters betreffen.

Ist ITP ansteckend?

Nein, ITP ist nicht ansteckend, angeboren oder vererbbar.

Wie lange dauert eine ITP-Erkrankung an?

In einigen Fällen gibt es eine Spontanheilung, aber bei Erwachsenen handelt es sich meist um eine lebenslange Erkrankung.

Welche Symptome können bei einer ITP vorkommen?

Die Symptome der ITP sind sehr unterschiedlich. Symptomatische Patienten können Petechien, ungewöhnliche und schnell auftretende Hämatome sowie persistierende Blutungen aufweisen.

 

Häufige Fragen zur Behandlung

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Es gibt bei ITP unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Zu ihnen zählen unter anderem Kortikosteroide, Immunglobuline, Immunsuppressiva sowie monoklonale Antikörper, Thrombopoietin-Rezeptoragonisten, Vincaalkaloide und die Milzentfernung (Splenektomie). Die Wahl der Behandlung(-en) ist von den Symptomen, Komorbiditäten, der Verträglichkeit, dem Lebensstil des Patienten und dessen persönlichen Vorlieben abhängig.

Wie lange ist eine Behandlung erforderlich?

Bei einem milden, stabilen Verlauf der ITP, d. h. geringer oder keiner Blutungsneigung, ist keine Behandlung erforderlich, sondern es wird nach der Strategie des „Watch & Wait“ (Beobachten & Abwarten) vorgegangen. Bei einem symptomatischen Krankheitsbild ist eine kurzzeitige Behandlung erforderlich, um die Thrombozytenzahl zu erhöhen. Um eine für die Blutstillung ausreichende Thrombozytenzahl aufrecht zu erhalten und das Blutungsrisiko zu minimieren, kann eine Langzeitbehandlung erforderlich sein.

Wie lange dauert es, bis man weiß, ob die Behandlung wirkt?

Hier kommt es darauf an, welche Medikamente eingesetzt werden, und wie der Körper auf die Medikamente reagiert.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Alle Medikamente, die bei der ITP eingesetzt werden, können Nebenwirkungen haben. Die Art und das Ausmaß der Nebenwirkungen sind je nach Medikament und von Patient zu Patient unterschiedlich.

Gibt es Möglichkeiten die Nebenwirkungen abzumildern oder zu minimieren?

Manche Nebenwirkungen können abgemildert oder minimiert werden. So kann beispielsweise bei der Einnahme von Kortikosteroiden durch eine Ernährungsumstellung das Risiko einer starken Gewichtszunahme vermindert werden.

Wie oft muss die Thrombozytenzahl kontrolliert werden?

Das kommt auf den Verlauf der Erkrankung an. Bei einer symptomatischen Erkrankung, die behandelt wird, sind kürzere Abstände einzuhalten als bei einem stabilen Verlauf der ITP ohne Therapie. Wichtig ist, dass vor jedem zahnärztlichen oder chirurgischen Eingriff die Thrombozytenzahl kontrolliert wird.

Wann sollte man seinen Arzt kontaktieren?

Bei einem ernsthaften Unfall und/oder vermehrt auftretenden Hämatomen und Petechien, auch bei Nasen- und Zahnfleischblutungen sowie bei Blut im Urin, Stuhl oder im Erbrochenen sollte der Arzt kontaktiert werden. Andere Anzeichen, bei denen ein Kontakt mit dem Arzt ratsam ist, sind: andauernde Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, ungewöhnliche Müdigkeit, unkontrollierte Augenbewegungen, einseitige körperliche Schwäche, Taubheitsgefühl/Kribbeln in Händen oder Füßen, das Gefühl eines steifen Nackens oder Rückens, Verlust von Hör- und/oder Sehvermögen sowie epileptische Anfälle. Diese Symptome können ein Zeichen einer Hirnblutung sein.

Gibt es Medikamente, die man meiden sollte?

Einige Medikamente und insbesondere Schmerzmittel wie Aspirin und Ibuprofen beeinflussen die Blutgerinnung. Bevor ein neues Medikament eingenommen wird, sollte man unbedingt die Packungsbeilage lesen oder medizinisches Fachpersonal fragen.

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