Welche Sportarten sind für ITP-Patienten geeignet?

Wenn die Patienten bereits sportlich aktiv sind, sollten sie nach der Diagnosestellung auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt besprechen, ob sie ihre Sportart trotz der ITP-Erkrankung weiterhin ausüben können. Denn nach individueller Blutungsneigung sollten Sportarten, die mit einem erhöhten Verletzungsrisiko einhergehen, gemieden werden.

Fragen, die sich Patienten stellen sollten

Wenn sich Patienten mit einer ITP-Erkrankung gerne sportlich betätigen möchten, oder dies bereits tun, dann können folgende Fragen nützlich sein.

  • Wie stark ist meine Blutungsneigung?
  • Wie hoch ist das Verletzungsrisiko einer Sportart?
  • Welche Schutzmaßnahmen kann ich ergreifen?
  • Was kann ich im Verletzungsfall tun?

Verletzungsrisiko verschiedener Sportarten nach Einschätzung von Ärzten

Im Rahmen einer amerikanischen Studie wurden 278 Ärzte, die ITP-Patienten behandeln, gebeten, eine ITP-Kategorisierung verschiedener Sportarten in Risikogruppen vorzunehmen.1 Auch wenn bei dieser Einstufung einige typisch amerikanische Sportarten erfasst sind, lassen sich die Ergebnisse auf deutsche Gegebenheiten übertragen.

In derselben Studie gaben die Ärzte ihre Empfehlungen hinsichtlich der Thrombozytenwerte und sportlichen Aktivität:1

  • 117 Ärzte raten von jeder Sportart ab, wenn die Thrombozytenwerte unter 50.000/μl liegen
  • 85 Ärzte raten von jeder Sportart ab, wenn die Thrombozytenwerte unter 25.000/μl betragen
  • 89 Ärzte ermutigen ihre Patienten, trotz niedriger Werte Sportarten mit geringem Verletzungsrisiko zu betreiben.

Gute Nachrichten hinsichtlich sportlicher Aktivitäten gibt es für ITP-Patienten ohne Blutungsneigung und mit ausreichend hohen Thrombozytenwerten: Für sie sind laut deutschen Experten – abgesehen von Kampf- und Extremsportarten – die meisten Sportarten geeignet. Also alles, was Körper und Seele guttut, wie z. B. Fahrradfahren, Schwimmen, Tennis, Wandern oder Jogging.2

„ITP ist keine Entschuldigung, zur Couch Potato zu werden!
Es ist besser, Sport zu treiben und zu riskieren ein, zwei Blessuren zu bekommen, als das Langzeitrisiko einer Herz-Kreislauferkrankung oder eines Diabetes in Kauf zu nehmen!“3

Quellen:
[1] Kumar M et al., Sports Participation in Children and Adolescents With Immune Thrombocytopenia (ITP); Pediatr Blood Cancer 2015;62:2223–5.
[2] Broschüre „Das will ich wissen ... – ITP, Patienten fragen, Experten antworten“, klarigo Verlag, 2015, 2. Auflage.
[3] George JN, Buchanan GR. ITP, Sports, and Sports Injuries. The ITP Support Association Platelet Reprint Series 2004 https://www.itpsupport.org.uk/images/downloads/american_perspectives/18.pdf (zuletzt besucht am 16.05.2017).

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