Verlauf und Prognose der ITP

Der Verlauf und die Prognose der ITP sind von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und schwer einschätzbar. Eine ITP kann ohne erkennbaren Auslöser oder z. B. nach einer Infektion auftreten. Bei Kindern heilt die Erkrankung meist ohne Therapie innerhalb von einigen Wochen aus. Dagegen verläuft die Erkrankung bei Erwachsenen häufig persistierend (3–12 Monate) oder besteht sogar lebenslang (chronisch).1

Einteilung der ITP in drei Stadien

Je nach Dauer der Erkrankung werden drei Stadien unterschieden:1

Akut oder neu diagnostiziert: Bis zum dritten Monat nach Diagnosestellung spricht man von einer „akuten“ oder auch „neu diagnostizierten“ ITP. In dieser Zeit kann die ITP auch ohne Therapie vollständig ausheilen.

Persistierend: Zwischen dem dritten und zwölften Monat nach Diagnosestellung spricht man von einer „persistierenden“ ITP. In dieser Zeit ist eine spontane Ausheilung noch möglich.

Chronisch: Dauert die ITP länger als zwölf Monate, wird sie als „chronische“ ITP bezeichnet. Eine spontane Ausheilung ist dann eher unwahrscheinlich.

Verlauf und Prognose

Verlauf und Prognose sind unterschiedlich

Im Gegensatz zu Kindern ist bei erwachsenen Patienten der Verlauf der ITP in der Regel eher langfristig, d. h. die Erkrankung besteht über mehrere Jahre hinweg oder sogar lebenslang (chronisch).1

Studien haben allerdings gezeigt, dass bei einem bis zwei Dritteln der chronischen ITP-Patienten ohne Milzentfernung nach einem Jahr eine partielle oder komplette Remission eintrat. Außerdem wurde beobachtet, dass die Remissionsrate bei plötzlich aufgetretener ITP mit Blutungsneigung höher war als bei einem schleichenden Beginn der Erkrankung.1

Die Mortalität von ITP-Patienten, die auf eine Behandlung ansprechen, ist ähnlich der Sterblichkeit in der Normalbevölkerung. Eine deutlich höhere Mortalität besteht bei Patienten, die in den ersten Monaten nicht auf die Therapie ansprechen. Todesfälle sind selten und stehen in den meisten Fällen mit Hirnblutungen oder Infektionen in Zusammenhang.2

Besonders bei Patienten, die älter als 60 Jahre sind, steigt das Risiko tödlicher Blutungen. Infektionen infolge einer immunsuppressiven Therapie sind – neben Blutungen – eine der Mortalitätsursachen. Deshalb sollte eine langfristige Immunsuppression möglichst vermieden werden.1

Quellen:
[1] Onkopedia-Leitlinie Immunthrombozytopenie https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/immunthrombozytopenie-itp/@@view/html/index.html, (zuletzt besucht am 11.05.2017).
[2] Portielje JE, Westendorp RG, Kluin-Nelemans HC, et al. Morbidity and mortality in adults with idiopathic thrombocytopenic purpura. Blood 2001;97(9):2549–54.

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