Sport und Bewegung mit ITP

Sport mit ITP? Aber natürlich! Denn Sport bekämpft Stress, hebt die Stimmung und ist gut für die körperliche und seelische Gesundheit. Wenn Ihre Thrombozytenzahlen niedrig sind, sollten Sie bestimmte Risikosportarten meiden. Ansonsten gilt: Bewegung macht Spaß – legen Sie los!

Leben mit ITP: Ein älteres Paar genießt einen Spaziergang

Sport und Bewegung vertreiben Frust und Anspannung und tragen erheblich zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden und zur geistigen Fitness bei. Körperliche Aktivität führt vor allem dann zum Erfolg, wenn Sie eine Sportart treiben, die Ihnen Spaß macht, Abwechslung bietet und die Sie vielleicht auch zusammen mit netten Menschen ausüben können.1

Finden Sie die passende Sportart

Experten sind sich jedenfalls einig, dass Menschen mit ITP Sport treiben können (was ganz besonders auch für Kinder und Jugendliche mit ITP gilt).2 Wenn Sie bereits sportlich aktiv sind, sollten Sie nach der Diagnosestellung auf jeden Fall mit Ihrem Arzt besprechen, ob Sie Ihren Sport trotz ITP in gleichem Maße weiterhin ausüben können. Es gibt Sportarten, bei denen Fitness und Ausdauer im Vordergrund stehen, während es bei anderen mehr um Körpereinsatz und Kraft geht. Je nach individueller Blutungsneigung sollten Sie Sportarten, die mit einem erhöhten Verletzungsrisiko einhergehen, meiden.

Von Sportarten wie z.B. Fußball, Kampf- und Kontaktsport, Mountain-Biking, Reiten, Abfahrtskifahren oder Eishockey raten Ärzte eher ab. Das gilt ganz besonders für ITP-Patienten, deren Thrombozytenzahlen unter 50.000 pro µl liegen.2,3

Geeignete sportliche Aktivitäten für Menschen mit ITP sind z.B.:

Sport und Fatigue

Im Zusammenhang mit ITP tritt häufig ein starker Erschöpfungszustand, eine sogenannte Fatigue, auf. Für Betroffene stellt die Fatigue eine große Belastung im Alltag dar. Untersuchungen bestätigen, dass sich Bewegung im Alltag und sportliche Betätigung positiv auf die Fatigue auswirken kann. Es empfiehlt sich, kurze Bewegungseinheiten in den Tagesablauf zu integrieren – gerne auch an der frischen Luft. Experte PD Dr. Joachim Wiskemann gibt in den folgenden Videos hilfreiche Tipps zu diesem Thema – lassen Sie sich inspirieren. Auch hier gilt: Klären Sie möglichst vorab mit Ihrem behandelnden Arzt ab, was für Sie infrage kommt.

ITP und Fatigue – kann Sport helfen?
 

Über den positiven Einfluss von Bewegung und Sport auf die Fatigue bei ITP spricht PD Dr. Joachim Wiskemann in diesem Video.
 

Was können Erkrankte auch ohne Sportgruppe für sich tun?

In jedem Fall ist es wichtig, den Arzt bei der Wahl einer neuen Sportart oder Bewegungsform miteinzubeziehen. Erfahren Sie, wie Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag integrieren können.

Welche Informationsquellen gibt es?
 

Zuverlässige Informationen zum Thema Sport und ITP können Sie von Ihrem behandelnden Arzt erhalten – oder im Internet suchen. Was ist hierbei besonders wichtig? Schauen Sie rein.

Ist es sinnvoll, bei einer Online-Sportgruppe mitzumachen?

Eindeutig Ja. Es macht natürlich viel mehr Spaß, sich einer Gruppe anzuschließen. Worauf Sie bei der Auswahl eines Online-Sportangebots unbedingt achten sollten, verrät unser Experte.

Weitere Videos finden Sie in unserer Mediathek.

Autor: Michaela Spaeth-Dierl

Quellen:

  1. Bewegung und Sport: Anfangen ja, aber wie? Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). https://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/24c1b4e4cd23b046bd3ef10a99007d74138573/anfangen_ja_-_aber_wie.pdf (abgerufen am 14.04.2021).
  2. Onkopedia-Leitlinie Immunthrombozytopenie. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/immunthrombozytopenie-itp/@@guideline/html/index.html (abgerufen am 14.04.2021).
  3. Burchardt A, Panse J: Tischatlas ITP/SAA. Thieme, Stuttgart 2018.