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Für Menschen mit einer ITP kann die sorgfältige Planung einer bevorstehenden Reise besonders wichtig sein. Welche Impfungen, welche Dokumente sind erforderlich? Was ist unterwegs und am Reiseziel in Bezug auf ITP-Medikamente zu bedenken?

Entspannt reisen mit ITP dank guter Planung

Reisen ist ein großes Stück Lebensqualität: Darauf müssen Sie auch mit Immunthrombozytopenie (ITP) nicht verzichten. Fachleute empfehlen Menschen mit ITP, sich vorab über die ärztliche Versorgung am Reiseziel zu informieren und den Urlaub möglichst dort zu verbringen, wo im Notfall eine angemessene medizinische Versorgung verfügbar ist.1

Besprechen Sie Ihre Reisepläne rechtzeitig mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und fragen Sie, was Sie im Vorfeld und unterwegs hinsichtlich Ihrer ITP bedenken sollten. Beispielsweise kann es ratsam sein, eine bestimmte Menge eines Kortisonpräparats mitzunehmen, damit Sie selbst Therapiemaßnahmen einleiten können, falls es zu einer Blutung kommt.1

Eine Frau am Strand.
Pixabay https://cdn.pixabay.com/photo/2017/01/20/00/30/maldives-1993704__340.jpg

Folgende Punkte sollten Sie bei der Planung Ihrer Reise mit ITP beachten.:

  • Impfungen: Für manche Fernreisen sind besondere Impfungen erforderlich oder empfehlenswert. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Ihnen erklären, was für Sie wichtig und möglich ist. Hierbei spielt es zum Beispiel eine Rolle, ob Sie mit Kortikosteroiden behandelt werden oder ob Ihre Milz entfernt wurde, da diese Maßnahmen Ihr Immunsystem beeinflussen. Ist Ihre Milz bereits entfernt worden, gilt es, weitere Dinge zu beachten, etwa ein Antibiotikum mitzunehmen.2
  • Medikamentenversorgung: Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welche Menge an Medikamenten Sie auf Ihre Reise mitnehmen sollten. Es kann sinnvoll sein, etwas großzügiger zu planen – wenn sich zum Beispiel die Rückreise verzögert. Klären Sie gegebenenfalls auch, ob und wie viele Medikamente Sie im Reisegepäck mit sich führen dürfen. Informationen über spezielle Anforderungen für die Mitnahme von Medikamenten in Ihr Reiseland erhalten Sie bei der Vertretung des betreffenden Landes in Deutschland. Die Adressen der Botschaften und Konsulate finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes.3 Lassen Sie sich bei Bedarf eine entsprechende ärztliche Zollbescheinigung ausstellen.
  • Medikamente sicher verwahren: Achten Sie darauf, dass Ihre Medikamente während der Reise bestimmungsgemäß aufbewahrt werden können, also zum Beispiel keinen extremen Temperaturen ausgesetzt sind. Stellen Sie sicher, dass Sie bei Bedarf jederzeit Zugriff auf Ihre Medikamente haben. Gleiches gilt für wichtige Dokumente wie Ihren ITP-Notfall-Ausweis oder die Zollbescheinigung. Bedenken Sie gegebenenfalls die Zeitverschiebung, wenn Sie feste Einnahmezeiten für Ihre Medikamente haben.
  • Versicherungsschutz: Bei Reisekrankenversicherungen ist zu klären, ob die jeweilige Versicherung auch Erkrankungen umfasst, die bereits vor Reiseantritt bestanden haben oder bekannt waren. Denken Sie gegebenenfalls auch daran, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen.

Der ITP-Notfall-Ausweis reist mit

Damit Sie auch im Urlaub schnell und gut versorgt werden können, falls Sie sich verletzen oder einen Unfall haben, sollten Sie Ihren ITP-Notfall-Ausweis stets mitführen. Neben wichtigen medizinischen Informationen können Sie darin die Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihres behandelnden Arztes sowie einen Notfallkontakt angeben.

Bild des ITP-Notfall-Ausweises.
Novartis Pharma GmbH

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Quellen:

  1. Burchardt A, Panse J. (2018). Tischatlas ITP/SAA. Thieme. 
  2. Asplenie-net. Prävention bei Splenektomie und Asplenie. www.asplenie-net.org/ (letzter Aufruf am 27.10.2023) 
  3. Auswärtiges Amt: Verzeichnis der Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland sowie der Honorarkonsulinnen und Honorarkonsuln. https://www.auswaertiges-amt.de/blob/199314/140e2b838b6d50f0868d6cacc30cd7f7/dtauslandsvertretungenliste-data.pdf (letzter Aufruf am 27.10.2023)