Reisen ist aufregend und bereichernd. Auch für Patienten mit Immunthrombozytopenie (ITP). Für die Betroffenen gibt es über die normale Reiseplanung hinaus noch ein wenig mehr zu bedenken.

Reisen bedeutet für viele Menschen ein großes Stück Lebensqualität. Eine Immunthrombozytopenie (ITP) stellt für Reiseaktivitäten in der Regel keinen Hinderungsgrund dar. Es kann aber hilfreich sein, sich im Vorfeld genau über die Gegebenheiten vor Ort zu informieren, sodass man sich dort sicher und gut versorgt fühlt.

Medizinische Versorgung am Urlaubsort

Damit Sie Ihren Urlaub genießen können, sollten Sie ein paar Dinge beachten: 

  • Informieren Sie sich am besten schon vor Antritt der Reise über medizinische Einrichtungen vor Ort. Sprechen Sie die Reiseplanung exotischer Reiseziele ggf. auch mit einem Tropenmediziner ab.
  • Achten Sie auf Flugreisen darauf, wichtige Notfallmedikamente und wichtige Dokumente 
    (z. B. Notfall-Ausweis) im Handgepäck mit sich zu führen.
  • Für manche Medikamente gelten bestimmte Aufbewahrungshinweise (z. B. Kühlung). Prüfen Sie, ob diese auf der Reise und am Urlaubsort gegeben sind. 
  • Prüfen Sie Ihren Versicherungsschutz.

Reiseimpfungen

Für manche Fernreisen sind prophylaktische Impfungen erforderlich. Hier müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt in Ihrem ganz individuellen Fall entscheiden, was für Sie wichtig und möglich ist. Dabei spielt es z. B. eine Rolle, ob Sie mit Kortikosteroide­n behandelt werden oder ob Ihnen die Milz entfernt wurde. In diesen Fällen kommen nicht alle Impfstoffe für Sie in Frage bzw. sind ggf. auch spezielle Impfungen notwendig.1

Autor: Michaela Spaeth-Dierl

Quellen:

  1. Leitlinie Immunthrombozytopenie (ITP) https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/immunthrombozytopenie-itp/@@view/html/index.html (zuletzt besucht am 20.07.2017).